Die Weisheit des Lernens

Kinder wollen es richtig machen!

Wir lernen richtig, klar und schnell,

denn Umlernen braucht zu viel Energie.

Ich will - ich mache- ich gewinne

Wenn ich weiss wie, ist alles einfach.

Koordination

Ein Schüler der ersten Klasse musste einen Text abschreiben. Wie man sieht, fällt ihm das Schreiben nicht so leicht. Die ersten zwei Zeile dauerten krampfhafte 10 Minuten, die Buchstaben sind unregelmässig in der Grösse und nicht auf der Linie. Danach verspürte er keine Lust mehr.

Ich zeigte ihm eine Koordinationsübung, die gerade mal 10 Sekunden dauerte. Anschliessend schrieb er auf die Linie, in die Häuschen, schnell und mit Freude.

Er wollte gar nicht mehr aufhören.

Besser lesen

Eine 5.Klässlerin konnte noch nicht fliessend lesen. 

Es ergaben sich zwei wichtige Ursachen dafür. Die Angst, es richtig zu machen und das Festhalten an den einzelnen Buchstaben oder Wörtern.

Die Angst lösten wir durch eine Korrektur des Zungenbeines auf. Für den Überblick der Zeile, was wichtig ist, um den Inhalt des Textes besser zu verstehen, erweiterten wir ihren Blickwinkel mittels Korrekturen der Augenmuskulatur.

Das dauerte insgesamt 20 Minuten und sie konnte fliessend lesen,  verstand den Text und hatte dauerhaften Erfolg. Sie bekam dadurch wieder Freude am Lesen.

Diese einfachen Techniken sind im Buch "Die Weisheit des Lernens" ausführlich beschrieben.

Wenn Lesen plötzlich Spass macht

Am Anfang ist Lesen noch nicht so spassig, weil es zu lange dauert und einfach noch etwas schwierig ist. In diesem Moment fällt einem das Üben auch noch nicht so leicht.

Mit drei Techniken (Zungenbein aktivieren, Blickwinkel öffnen und die Hirnhälften in der Verbindung mit dem Gehör verankern) beginnt man plötzlich gerne zu lesen.

Wenn der Spassfaktor und die Leichtigkeit mitspielen, wird automatisch geübt.

Legasthenie und Dyskalkulie

Legasthenie und Dyskalkulie haben damit zu tun, sich  im Raum zurechtzufindet. Das offensichtlichste Problem ist, dass rechts und links vertauscht wird.

Unser Gleichgewichtsorgan ist noch nicht auf diese Dimensionen justiert.

Ein 1.Klässler schrieb die 6 verkehrt herum. Er studierte noch, wie er es schreiben soll und entschied sich für die falsche Variante.

Ich bat ihn zu mir, legte ihn in eine Wolldecke oder einen Sitzsack, wiegte ihn nach rechts und nach links. Ich benannte die Seiten, der Schüler sprach es auch selbst aus, damit die akustische Speicherung ins Bewusstsein kam.

Das machte ich vielleicht 10mal. 

Anschliessend ging er an seinen Platz und merkte selber sofort, dass er die 6 auf die andere Seite richtig schreiben muss. 

Von einer Lehrerin bekam ich die Information, dass ein Mädchen (1. Klasse) oft die Zahlen 5 und 3 verkehrt schreibt.

Sie durfte die beiden Zahlen an die Tafel schreiben. Die 5 war richtig, die 3 verdreht. Ohne einen Kommentar dazu, legte ich sie in eine Wolldecke und drehte sie nach rechts und nach links.

Anschliessend bat ich sie, nochmals zur Tafel zu gehen, um eventuell etwas zu verändern.

Sie wischte die 3 weg und schrieb sie richtig. 

Anschliessend fand sie im Matheheft noch weitere Zahlen, die sie selbständig korrigierte.

 

Das Erfolgserlebnis besteht zum grossen Teil darin, dass sie durch die Verankerung und die körperliche Integration sicher ist und mehr Selbständigkeit erlangt. Es wurde ihr auch nicht gesagt, dass sie etwas "falsch" gemacht hätte.

Merkfähigkeit und Integration

Auf dem Pausenplatz traf ich eine ehemalige 6.Klässlerin. Sie erzählte mir, dass sie dieses eine Mal, das sie bei mir war, eine Technik gelernt hatte, um Wörter besser zu lernen. Diese Übung mache sie heute noch und es wirkt. Sie strahlte übers ganze Gesicht.

Ich bat sie lediglich, die Wörter im Gehen zu lesen und sie sich genau vorzustellen. Durch Bewegung und Vorstellung kann sie besser integrieren und die Speicherung ist dauerhaft, also nachhaltig.

  • bwiesendanger

Wie Lesen Spass macht

Lesen ist ein extrem anspruchsvoller und sehr komplexer Prozess im Gehirn. Die Buchstaben, Wörter und Sätze werden rein visuell erfasst Dazu ist die linke Hirnhälfte verantwortlich. In der rechten Hirnhälfte werden Sinn und Bedeutung eines Begriffes erfasst, indem ein Bild generiert wird. Die Wiederholung erzeugt zudem eine intensive Speicherung dieser beiden Prozesse, die so den Gesamteindruck bilden.

Die Atmung spielt bei der Aussprache eine entscheidende Rolle. Die Artikulation wird nur über die Muskeltätigkeit integriert.

Die Ohren helfen uns, die innere Sprache zu koordinieren und die emotionale Ladung der Worte zu erfassen.


Legasthenische Probleme, Artikulationsstörungen, Stottern oder emotionale Blockaden haben ihren Ursprung in diesen unterschiedlichen und vielfältig nuancierten körperlichen Feldern.

Herauszufinden, woran es genau liegt, ist oft intensive Detektivarbeit.


Ich gebe euch aus meiner Erfahrung einige kleine, wertvolle Übungen mit auf den Weg, die ihr sofort im Alltag umsetzen könnt.


Am besten macht ihr eine kleine Leseprobe vor und nach jeder Übung, um zu sehen, was wie gewirkt hat.


1. Zungenbein

Wenn das Zungenbein blockiert ist, kann dies legasthenische Probleme hervorrufen.

Lösung der Blockade: Rolle die Zunge an den Gaumen und halte diese Position ca 10 Sekunden.

2. Die Kiefermuskulatur muss in der Balance und in der Koordination sein.

Lösung der Blockade: Berühre mit je zwei Fingern den Winkel an deinem Kieferbogen, bis es gleichmässig pulsiert.

3. Das Gehör sollte für eine optimale Generierung des Gesamtprozesses mit dem Gehirn verknüpft sein . Das Gehirn nimmt die Impulse des Ohres asynchron auf. Diesen Vorgang können wir manuell aktivieren.

Lösung der Blockade: Das rechte Ohr leitet direkt in die linke Hirnhälfte. das linke Ohr macht den Umweg zuerst über die rechte und dann in die linke Hirnhälfte. Also tippen wir mit beiden Händen die einzelnen Positionen an.



Probier's aus und lass dich überraschen. Vielleicht hast du auch Lust, mir Feedback zu geben, dann schreib mir. bwiesendanger@robinson-poseidon.org

Wenn du mehr wissen willst, ruf mich an.

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